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Wassertemperatur |
Die im Norden ungehindert in die Nordsee eindringenden Wassermassen des Atlantischen Ozeans prägen die räumliche Verteilung und den Jahresverlauf von Wassertemperatur und Salzgehalt der oberflächennahen Schichten maßgeblich. Festländischer Einfluss kennzeichnet nur die südlichen Bereiche der Nordsee, wo durch die Straße von Dover eine nur sehr schmale Verbindung zum Atlantik besteht. Die Oberflächentemperatur sinkt im Sommer von etwa 17 °C in der Deutschen Bucht bis etwa 13 °C in den nördlichen Teilen des Binnenmeeres. Zur kalten Jahreszeit kehrt sich der Gradient um. Relativ warmes atlantisches Wasser führt dann im Norden zu Temperaturen um 6 °C, während im Bereich des Wattenmeeres und der südlichen Nordsee nur 2 °C erreicht werden. Der große Wärmevorrat bewirkt, dass die Nordsee fast über ihre gesamte Fläche im Winter eisfrei bleibt. Nur im Wattenmeer kommt es im Januar und Februar zur Bildung von Treibeis; in strengen Wintern kann in den küstennahen Bereichen vereinzelt auch Festeis auftreten.
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