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Gezeiten |
Das periodische Steigen und Fallen des Meeresspiegels ist in der Nordsee nur teilweise eine Folge der Einwirkung des Mondes. Vielmehr zeigt sich auch im Rhythmus und in der Intensität der Gezeiten der markante Einfluss des Atlantischen Ozeans. An den Küsten erreicht der Tidenhub (siehe Gezeiten) beachtliche Werte. So werden an der englischen und der französischen Küste beim Hochwasser der Gezeiten Spitzenwerte von sieben Metern erreicht. Mit vier Metern verzeichnet der Jadebusen den höchsten Wert an der deutschen Nordseeküste. Vor der Küste von Jütland beträgt der Tidenhub nur etwa 0,5 Meter. In Verbindung mit auflandigen Winden treten vereinzelt Sturmfluten auf, die für die Küstenstriche und ihre Bewohner verheerende Folgen haben können. Den Tidenhüben entsprechend sind auch die Gezeitenströme stark. Vor den Küsten liegen die Geschwindigkeiten bei rund zwei Metern pro Sekunde, während in der offenen Nordsee nur etwa 0,5 Meter pro Sekunde erreicht werden. Die Gezeitenperiode der Nordsee beträgt etwa zwölf Stunden und 25 Minuten.
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