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Sultanat Delhi, Muslimstaat der Vor-Mogul-Zeit in Indien. Das Sultanat wurde 1206 von Qutb-ud-Din Aibak, einem Offizier des Muhammad von Ghur, des muslimischen Eroberers von Nordindien, begründet. Unter Qutb-ud-Dins Sklavendynastie (so genannt, weil er einst Sklave von Muhammad von Ghur war) blieb das Sultanat auf den Norden Indiens begrenzt. In der Zeit der Khalji-Dynastie (1290-1320) wurde der Herrschaftsbereich dann auf beinahe den gesamten Subkontinent ausgedehnt. Ala ad-Din Khalji, der zweite Khalji-Sultan, konnte noch einen Vorstoß der Mongolen abwehren; 1398 jedoch wurde das Sultanat im Anschluss an innere Kämpfe von den Truppen des mongolischen Eroberers Tamerlan (Timur-i Läng) überrollt. Unter der Herrschaft der Dynastien der Sayyiden (1414-1451) und der Lodis (1451-1526) verfiel die Macht des Sultanats weitgehend, und schließlich eroberte der Mogul-Kaiser Humayun (1555-1556) das Sultanat.