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Spanischer Unabhängigkeitskrieg

Spanischer Unabhängigkeitskrieg, Phase der Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel (1808-1814).

1807 hatte Spanien, das 1795 auf die Seite Frankreichs getreten war, Napoleon Unterstützung in einem Krieg gegen Portugal zugesagt. Die französischen Truppen marschierten durch Spanien und brachten Portugal unter ihre Kontrolle. Während ihres Zuges durch Spanien besetzten sie allerdings auch einige wichtige spanische Städte. 1808 dankte König Karl IV. von Spanien zugunsten seines Sohnes Ferdinand VII. ab; wenig später zwang Napoleon beide zum Thronverzicht und machte seinen Bruder Joseph Bonaparte zum König von Spanien.

Am 2. Mai 1808 brach in Madrid ein Aufstand aus, der sich zu einem Krieg der Spanier gegen die französische Fremdherrschaft ausweitete und dem sich die Portugiesen anschlossen. Die Spanier konnten anfangs einige bedeutende Erfolge für sich verbuchen; im August 1808 landete auch ein britisches Expeditionskorps unter Arthur Wellesley, dem späteren Herzog von Wellington, in Portugal, schlug dort die französischen Truppen und drang nach Spanien vor.

Napoleon begab sich nun selbst nach Spanien und eroberte bis zum Frühjahr 1809 beinahe ganz Spanien zurück; das Land ließ sich jedoch nicht befrieden, und es war Napoleon auch nicht gelungen, die Engländer aus Spanien zu verdrängen.

Die spanische Armee kämpfte nicht sehr erfolgreich und löste sich teilweise auf; an ihre Stelle trat die Guerilla. Nach wichtigen Schlachten bei Salamanca (1812) und Vitoria (1813), die die spanisch-englischen Truppen für sich entscheiden konnten, konnten die Franzosen bis Ende 1813 über die Pyrenäen zurückgedrängt werden. 1814 kehrte Ferdinand VII. auf den spanischen Thron zurück.