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Sinai

Sinai, im Alten Testament Name des Berges, auf dem Moses von Jahwe die Tafeln mit den Zehn Geboten erhielt (A.T., Exodus 19). An anderer Stelle wird der Berg auch als Horeb bezeichnet.

Der Berg Sinai liegt innerhalb eines Gebirgsmassivs, das sich fast über die gesamte Sinai-Halbinsel im Nordosten Ägyptens zwischen dem Golf von Suez bis zum Golf von Akaba erstreckt. Aus diesem Gebirgsmassiv ragen drei Berge hervor. Die Lokalisierung des biblischen Berges Sinai ist nicht eindeutig. Der so genannte Djebel Katrinah weist zwei Gipfel auf; der nördliche wird als Horeb, der südliche als Djebel Musa (arabisch: Mosesberg) bezeichnet. Der Letztere gilt traditionell als der heilige Berg der Israeliten, der seit frühester Zeit als heiliger Berg verehrt wird (A.T., Deuteronomium 33, 2; Richter 5, 5).

Nach der Errichtung des Katharinenklosters Ende des 3. bis Anfang des 4. Jahrhunderts n. Chr. und dessen Befestigung durch den römischen Kaiser Justinian I. im 6. Jahrhundert wurde der Sinai zu einem Zentrum des christlichen Mönchtums. Das Kloster wurde im Juni 2002 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.