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| 2. | Physische Geographie |
Das Land wird überwiegend von Wüstensteppe eingenommen, in der es nur wenige Oasen gibt. Eine landwirtschaftliche Nutzung der kargen Böden ist seit jeher nahezu unmöglich; nicht einmal 1 Prozent des gesamten Landes ist bewaldet. Es gibt keine erneuerbaren Trinkwasserressourcen; daher wird das Wasser unterirdischen Grundwasserleitern entnommen, vom Schatt el Arab zugeführt oder durch Meerwasserentsalzung gewonnen. Das Klima ist durchgängig heiß, an der Küste schwül. Die mittleren Temperaturen liegen bei 30 °C, im Winter ist es ein wenig milder. Die wenigen Niederschläge (durchschnittlich 127 Millimeter im Jahr) fallen im Winter.
Der Golfkrieg von 1991 hat Kuwait in ökologischer Hinsicht zum Katastrophengebiet gemacht. Luft, Meer und Böden haben schwere Schäden erlitten. Während des Krieges verseuchten Ölteppiche den Wüstensand, Millionen Liter Öl flossen in den Persischen Golf und schädigten die Tierwelt nachhaltig. Weite Flächen versanken unter einem Rußteppich, da das irakische Militär vor seinem Rückzug aus Kuwait Hunderte von Ölquellen in Brand setzte. Einige dieser Umweltschäden sind vermutlich irreversibel. Neben den ökologischen Kriegsfolgeschäden ist die durch Industrie und Energiegewinnung hervorgerufene Luftverschmutzung ein gravierendes Problem: Mit einem Kohlendioxidausstoß von 32,70 Tonnen (2003) pro Einwohner gehört Kuwait zu den Staaten mit den höchsten Emissionen weltweit.