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Johann Peter Eckermann

Johann Peter Eckermann (1792-1854), Schriftsteller. Von großem literarhistorischem Wert sind seine Aufzeichnungen zu Gesprächen mit Johann Wolfgang von Goethe.

Eckermann wurde am 21. September 1792 in Winsen (Luhe) geboren und studierte nach einer verspäteten Gymnasialbildung von 1821 bis 1823 Literatur und Ästhetik an der Universität Göttingen. 1823 erregte er mit seiner Schrift Beyträge zur Poesie mit besonderer Hinweisung auf Goethe dessen Aufmerksamkeit. Seither war er ein enger Freund des Dichters, dem er als – unbezahlter – Sekretär bei der Sichtung und Redaktion von Manuskripten und der endgültigen Ausgabe der Alterswerke half (seinen Lebensunterhalt bestritt er als Privatlehrer). Gemeinsam mit dem Literaturhistoriker F. W. Riemer brachte Eckermann 1839/40 eine vollständige Ausgabe von Goethes Werk in 40 Bänden als „Ausgabe letzter Hand” heraus. Berühmt wurden seine insgesamt 315 Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens 1823-1832 (3 Bde., 1836-1848), in deren letzten Band Tagebuchnotizen des Naturforschers Frédéric Soret mit einflossen und deren zahlreiche Originalzitate vor allem innerhalb der heutigen Germanistik nicht mehr unumstritten sind. Auch weist vor allem der dritte Band zahlreiche Fehler auf. Dennoch ermöglicht das kenntnisreiche und einfühlsame Werk – Friedrich Nietzsche nannte es „das beste deutsche Buch, dass es gibt” – einen tiefen Einblick in Goethes letzte Lebensjahre. Eckermann starb am 3. Dezember 1854 in Weimar. 1995 brachten die Satiriker Eckhard Henscheid und Bernd Eilert ihr von F. W. Bernstein illustriertes Schau- und Hörspiel Eckermann und sein Goethe heraus.