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| 1. | Einleitung |
Geochemie, ein Teilgebiet der Naturwissenschaften, das die Methoden der Chemie auf geologische Untersuchungen überträgt. Die Geochemie untersucht die chemische Zusammensetzung der Gesteine und Minerale, der Böden, des Wassers und der Gase in der Erdkruste.
Die Geochemie überschneidet sich mit anderen Teilgebieten der Geowissenschaften, insbesondere mit der Mineralogie, der Petrographie (Gesteinskunde) und der Lagerstättenkunde. Zu den Pionieren auf diesen Gebieten gehörten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts V. M. Goldschmidt und P. Eskola. Sie erkannten die Prinzipien, denen die chemischen Vorgänge bei der Metamorphose von Gesteinen unterliegen. 1921 erarbeitete V. M. Goldschmidt mit Hilfe der damals neuen Röntgenbeugungsmethoden die moderne geochemische Klassifikation der Elemente. 1925 bis 1940 erschien sein achtbändiges Werk über die geochemischen Gesetze und die Verteilung der Elemente, das zur Grundlage der modernen Geochemie und der Kristallchemie wurde. In den letzten Jahren wurde die Geochemie vor allem bei der Erforschung von Umweltverschmutzungen immer wichtiger.