Vanadium
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Vanadium
1. Einleitung

Vanadium, chemisches Symbol V, silbrig weißes, metallisches Element mit der Ordnungszahl 23, das zusammen mit Niob, Tantal und Dubnium in der fünften Nebengruppe des Periodensystems steht. Vanadium gehört zu den Übergangsmetallen und wird vor allem zur Herstellung von Stahl verwendet.

Vanadium wurde 1801 von dem spanischen Naturforscher Andrés Manuel del Rio in einem Bleierz entdeckt. Weil die Substanz sich beim Erhitzen rot färbte, gab del Rio ihm den Namen Erythronium. Andere Forscher hielten es jedoch für eine verunreinigte Form des Chroms und überzeugten del Rio von ihrer Ansicht, so dass seine Entdeckung in Vergessenheit geriet. Gleichsam wiederentdeckt wurde Vanadium um 1830 von dem schwedischen Chemiker Nils Gabriel Sefström. Er schlug den Namen Vanadium vor, nach Vanadis, dem Beinamen von Freyja, der altnordischen Göttin der Liebe und Schönheit. Vermutlich wurde Sefström von der prächtigen Farbenvielfalt der Vanadiumverbindungen zu diesem Namen inspiriert. Reines Vanadiummetall erzeugte erstmals 1867 der britische Chemiker Henry Enfield Roscoe. Im deutschen Sprachraum wurde früher auch der Name Vanadin für das Metall verwendet.