Vanadium
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Vanadium
2. Vorkommen und Eigenschaften

Vanadium kommt in der Natur in Form der Isotope Vanadium 51 (99,75 Prozent) und Vanadium 50 (0,25 Prozent; radioaktiv) vor; auch künstliche Isotope sind bekannt. Unter den Elementen der Erdkruste steht Vanadium an 19. Stelle. Das Metall kommt in der Natur nur in gebundener Form vor, meist vermischt mit anderen Metallerzen. So ist Vanadium häufig in titanhaltigen Eisenerzen (z. B. Magnetit), ferner in Bauxit, in einigen Phosphaten (siehe Phosphorsäure) sowie in Tonen, Basalten und im Boden anzutreffen. Typische Vanadiummineralien sind Vanadinit (Pb5(VO4)3Cl), Patronit (VS4), Roscoelit und Vanadiumglimmer (K(Al,V)2(OH,F)2[AlSi3O10]) sowie das uranhaltige Erz Carnotit (K(UO2)(VO4) · 1,5H2O). Auch Erdöl und Kohle können Vanadium enthalten. Darüber hinaus ist Vanadium ein Spurenelement für lebende Organismen.

Reines Vanadiummetall ist stahlgrau, sehr weich und walzbar. Geringe Mengen anderer Elemente machen das Metall jedoch spröde. Mit einer Ausnahme greifen nicht oxidierende Säuren wie Salzsäure (siehe Chlorwasserstoff) einen kompakten Block aus Vanadium bei Raumtemperatur nur wenig an; infolge von Passivierung bildet sich an der Metalloberfläche eine Schutzschicht. Dagegen lösen Flusssäure (siehe Fluor) und oxidierende Säuren wie Salpetersäure das Metall auf. Bei hohen Temperaturen reagiert Vanadium mit vielen Nichtmetallen, etwa mit Sauerstoff zu Vanadium(V)-oxid (V2O5). Mit Metallen wie Eisen, Cobalt, Nickel, Kupfer und Aluminium bildet es Legierungen. Vanadium schmilzt bei 1 929 °C und siedet bei etwa 3 380 °C. Seine Dichte liegt bei 5,96 Gramm pro Kubikzentimeter, seine Atommasse beträgt 50,941 u.