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Entstehung der Genetik |
Als Geburtsstunde der wissenschaftlichen Genetik gilt das Jahr 1900. In diesem Jahr entdeckten drei Forscher unabhängig voneinander die Arbeiten des Botanikers Gregor Mendel wieder, die schon 1866 veröffentlicht worden waren, ohne dass man ihre Bedeutung erkannt hatte. Gregor Mendel hatte im Garten des Augustinerklosters Sankt Thomas (in der böhmischen Stadt Brünn) Kreuzungsversuche mit Erbsengewächsen durchgeführt. Dabei entdeckte er am Erbgang von sieben äußerlich deutlich unterscheidbaren Merkmalen bestimmte Gesetzmäßigkeiten (siehe Mendel’sche Regeln). Aus den Ergebnissen dieser und auch an anderen Pflanzenarten durchgeführter Experimente zog er den Schluss, dass die untersuchten Merkmale als getrennte, voneinander unabhängige Einheiten vererbt werden. Er nannte diese Einheiten „Elemente” und erkannte, dass sie paarweise vorhanden sind. Später wurde dafür der heute noch gebräuchliche Begriff Gene verwendet.
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