| Hamburg | Artikelansicht | ||||
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| 4. | Bildung und Kultur |
Hamburg verfügt über eine Vielzahl von Museen und Galerien. Große Bedeutung haben vor allem die Kunsthalle (1869 eröffnet, mehrere Umbauten und Erweiterungen 1914 bis 1919, 1956, 1991 bis 1997) mit ihrer umfangreichen Sammlung von Malerei aus dem 19. und 20. Jahrhundert, das Museum für Kunst und Gewerbe (gegründet 1877), das Museum für Völkerkunde (erbaut 1908 bis 1912) mit zahlreichen Exponaten aus der Südsee, aus Afrika und aus Sibirien, das HamburgMuseum – Museum für Hamburgische Geschichte (erbaut 1913) mit der größten stadtgeschichtlichen Schausammlung in Deutschland sowie das Museum für Arbeit (eröffnet 1997, 2005 um ein Schaudepot am Hamburger Hafen erweitert). In den Deichtorhallen (1911 bis 1914), einem eindrucksvollen Beispiel der Industriearchitektur des Jugendstils, finden Ausstellungen u. a. zur Fotokunst statt. Im Hamburger Hafen liegen mehrere Museumsschiffe (u. a. Rickmer Rickmers und Cap San Diego) vor Anker. In der Speicherstadt locken vor allem Spicy’s Gewürzmuseum mit einer Ausstellung von Gewürzen aus aller Welt und das Speicherstadtmuseum zur Geschichte dieses Komplexes von Lagerhäusern viele Besucher an.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Barlachhaus (1962 eröffnet) mit einer Sammlung von Skulpturen des Bildhauers Ernst Barlach, das Jenischhaus (1829-1832) mit einer Sammlung bürgerlicher Kunst, die Staatsoper (1827, Umbau 1953 bis 1955), das Thalia-Theater, das Deutsche Schauspielhaus und das Ohnsorgtheater, in dem plattdeutsche Volksstücke aufgeführt werden. Mit der Elbphilharmonie, die bis 2009 vollendet sein soll, wird die Stadt über eine weitere Bühne für klassische Musik verfügen. Hamburg ist mit mehreren Musicalbühnen – darunter Operettenhaus und Neue Flora – wichtigste Spielstätte dieses Genres in Deutschland.
Die Stadt verfügt über eine Vielzahl höherer Bildungseinrichtungen; zu den wichtigsten gehören u. a. die Universität Hamburg (gegründet 1909), die Technische Universität Hamburg-Harburg (gegründet 1979), die Hochschule für Musik und Theater, die Hochschule für bildende Künste, die Universität der Bundeswehr und die 2006 gegründete HafenCity-Universität (Hochschule für Architektur, Stadtplanung und Bauingenieurwesen). Darüber hinaus ist Hamburg Sitz von Forschungsinstitutionen sowie mehrerer Behören. In Hamburg ansässig sind u. a. das Deutsche Elektronen-Synchrotron (DESY), die Bundesforschungsanstalt für Fischerei, die Max-Planck-Gesellschaft für Meteorologie, das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, das Deutsche Überseeinstitut, das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, eine Regionalzentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sowie das HWWA-Institut für Wirtschaftsforschung (die Abkürzung geht auf das Hamburgische-Welt-Wirtschafts-Archiv von 1919 zurück). In der Hansestadt haben mehr als 90 Konsulate ihren Sitz.