Indogermanische Sprachen
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Indogermanische Sprachen
3. Entwicklung

Die Weiterentwicklung der indogermanischen Sprachen ist ganz allgemein von einem ständigen Verfall der Flexion gekennzeichnet. Man darf zu Recht annehmen, dass die indogermanische Grundsprache stark flektierend war, da es auch die sehr alten Sprachen wie Sanskrit, Avestisch und Altgriechisch sind. Im Vergleich dazu haben sich relativ moderne Sprachen wie Englisch, Französisch und Persisch unter Zuhilfenahme von präpositionalen Konstruktionen und Hilfsverben zu einer analytischen Bauweise hin entwickelt. Der Flexionsverfall ist größtenteils dadurch entstanden, dass im Lauf der Zeit viele Wörter ihre Endsilben verloren. Moderne Wörter der indogermanischen Sprachen sind daher häufig viel kürzer als ihre Vorfahren in der Ursprache. Zahlreiche Sprachen bildeten zum Ausgleich neue Formen und grammatikalische Unterscheidungsmerkmale. Auch der tief greifende Bedeutungswandel im Wortschatz hat zur Weiterentwicklung beigetragen.