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Grand Banks of Newfoundland

Grand Banks of Newfoundland, seichter Fischgrund im nördlichen Atlantischen Ozean vor der Südostküste von Neufundland (Kanada). Zu dem Gebiet gehören mehrere Sandbänke, die auf einer Länge von etwa 560 Kilometern und in Tiefen zwischen 37 und 183 Metern über dem Festlandssockel liegen. Die größte von ihnen ist die Grand Bank. Über die meisten dieser Bänke fließt der kalte Labradorstrom; der warme Golfstrom berührt dagegen den östlichen Teil. Durch das Vermischen der beiden Strömungen und die geringe Wassertiefe werden günstige Lebensbedingungen für das Plankton geschaffen, das die Fische und andere Meerestiere als Nahrung benötigen. Deshalb gehören die Grand Banks seit etwa 500 Jahren zu den reichsten Fischgründen der Welt. Gefangen werden dort vor allem Dorsche, Schellfisch, Heringe und Makrelen.

Aufgrund der Überfischung im 20. Jahrhundert wurden die Fischfangquoten stark gekürzt, damit sich die Bestände wieder erholen können. Dies führte zu internationalen Spannungen, die sich etwa in dem Vorfall im März 1995 äußerten, als kanadische Behörden einen spanischen Fischtrawler beschlagnahmten, dem eine Überschreitung der Fangquote der Europäischen Union für Schwarzen Heilbutt vorgeworfen wurde.