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Geologie: Entstehung und Struktur |
Der Pazifische Ozean ist das älteste der heute bestehenden Ozeanbecken, dessen ältestes Gestein auf etwa 200 Jahrmillionen zurückdatiert wurde. Das Becken und seine Ränder wurden durch tektonische Prozesse geformt. Der bis zu 180 Meter tiefe Küstenschelf (flacher Sockel an den Rändern der Kontinente mit entsprechend flachen Küstenmeeren) ist entlang der beiden amerikanischen Kontinente schmal, am Rand von Asien und Australien jedoch vergleichsweise breit. Der Ostpazifische Rücken, ein Mittelozeanischer Rücken, verläuft über eine Länge von 8 700 Kilometern vom Golf von Kalifornien bis zu einem Punkt, der sich etwa 3 600 Kilometer westlich der Südspitze Südamerikas befindet. Er erhebt sich durchschnittlich 2 130 Meter über den Meeresgrund. Geschmolzenes Gestein strömt entlang dieses Gebirgsrückens aus dem Erdmantel, ähnlich wie am Mittelatlantischen Rücken. Das Gestein bildet nach dem Auskristallisieren neuen Meeresboden, der sich zu beiden Seiten des Rückens von der Zentralspalte wegbewegt. Dies führt zu einem Zuwachs der an den Rücken angrenzenden Kontinentalplatten, was zu starken Spannungen führt. Diese sind die Voraussetzung für die wiederholt auftretenden Erdbeben und das gehäufte Vorkommen von Vulkanen an den Rändern der Kontinentalplatten. Der zirkumpazifische Vulkangürtel umfasst zahlreiche Vulkane, u. a. in den nord-, zentral- und südamerikanischen Küstengebirgen, auf der russischen Halbinsel Kamtschatka, in Japan, auf den Philippinen und Neuseeland. Da sich der in Richtung der Kontinente und Inselketten bewegende Tiefseeboden unter die Landmassen schiebt, kommt es zur Bildung markanter Tiefseegräben. Diese können, wie der bereits erwähnte Marianengraben, Tiefen von 10 000 Metern überschreiten.
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