Pazifischer Ozean
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Pazifischer Ozean
7. Wirtschaft und Forschung

Ein Großteil der Fauna und Flora des Pazifischen Ozeans konzentriert sich an seinen Rändern. Nährstoffreiches Wasser des Antarktischen Zirkumpolarstromes kommt vor allem im Humboldtstrom vor den Küsten Chiles und Perus an die Oberfläche. Das große Vorkommen von Anchovetas (Südamerikanische Sardellen) in diesem Gebiet ist eine der bedeutenden Weltnahrungsreserven. Dort befindet sich auch der industrielle Guanoabbau, der die stickstoffreichen Exkremente der Meeresvögel – den Guano – nützt, wobei die Vögel sich wiederum von Anchovetas ernähren. Auch im Nordwestpazifik, zu dem das Japanische Meer (Östliche Meer) und das Ochotskische Meer gehören, befindet sich ein wichtiges Fischfanggebiet. Der Reichtum des Pazifischen Ozeans an Korallenriffen mit ihrem vielfältigen Tier- und Pflanzenleben findet seinen deutlichsten Ausdruck im Großen Barrierriff vor der Nordwestküste Australiens, das sich über eine Länge von über 2 000 Kilometern erstreckt. Die großen Mineralienvorkommen im Pazifik beginnt man seit einigen Jahrzehnten verstärkt abzubauen. Auf den Kontinentalschelfen von Kalifornien, Alaska, China und Indonesien befinden sich große Erdöllager. Durch die Tiefseeforschung entdeckte man außerdem, dass große Gebiete des Ozeangrundes mit so genannten Manganknollen bedeckt sind, kartoffelgroßen Ablagerungen von Eisen und Manganoxiden, die manchmal auch Kupfer, Cobalt oder Nickel enthalten. Abbaumöglichkeiten für diese Lager werden momentan untersucht. Der Panamákanal stellt den wichtigsten Schifffahrtsweg zum Atlantischen Ozean dar; eine viel genutzte Verbindung zum Indischen Ozean bildet die Malaccastraße.

Forscher des Antarctic Co-operative Research Centres in Hobart auf der australischen Insel Tasmanien ermittelten in den mittleren Schichten des Pazifischen Ozeans abnehmende Salzgehalte. Sie führen ihre im Juli 1999 veröffentlichten Ergebnisse, die auf langjährigen Messreihen basieren, auf höhere Niederschläge und dadurch bedingten verstärkten Eintrag von Süßwasser zurück. Den Berechnungen zufolge stieg der Niederschlag etwa im Südpolarmeer zwischen 55 und 65 Grad südlicher Breite um 31 Millimeter pro Jahr an.

Ein rund 360 000 Quadratkilometer großes Gebiet im Norden des Pazifischen Ozeans wurde 2006 zum Northwestern Hawaiian Islands National Monument erklärt und ist damit das größte Meeresschutzgebiet der Welt. Es erstreckt sich zwischen den Midway-Inseln im Nordwesten und der Hawaii-Insel Kauai im Südosten.

Siehe auch Ozeane und Ozeanographie; Erde: Aufbau