Polymere
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Polymere
3. Polymerisation

Unter dem Begriff Polymerisation versteht man im deutschen Sprachgebrauch die Reaktionen zum Aufbau von Polymeren. Im Wesentlichen unterscheidet man bei diesen Polyreaktionen Polymerisation, Polyaddition und Polykondensation. Die Polymerisation läuft als Kettenreaktion mit Kettenstart, Kettenfortpflanzung und Kettenabbruch – letzter Schritt fehlt bei den so genannten lebenden Polymeren. Kettenstart, -fortpflanzung und -abbruch gehen bei der Polymerisation so sehr ineinander über, dass sich die Polymere im Prinzip stufenlos bilden. Die Polymerisation kann durch Initiatoren (z. B. Radikale), durch Wärme, durch ionisierende Strahlung oder durch Licht ausgelöst werden. Während der Fortpflanzungs- oder Wachstumsreaktion lagern sich weitere Monomere an das wachsende Molekül an. Der Kettenabbruch erfolgt durch Disproportionierung, Rekombination oder Abbruchsreaktionen.

Im Gegensatz dazu laufen Polyaddition und Polykondensation in Stufen ab. Wie bereits der Name sagt, entstehen bei der Polyaddition die Polymere durch die mehrfach wiederholte Addition von Monomeren in Form von Einzelreaktionen. Bei der Polykondensation reagieren die Monomere in voneinander unabhängigen Einzelreaktionen unter Abspaltung von kleinen Molekülen (z. B. Wasser, Alkohol, Halogenwasserstoff).