Chemische Elemente
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Chemische Elemente
1. Einleitung

Chemische Elemente, im allgemeinen Sinn die Bezeichnung für Stoffe mit charakteristischen Eigenschaften, die sich nicht mit chemischen Mitteln in einfachere Stoffe mit anderen Eigenschaften zerlegen lassen.

Elemente hielt man früher für die Grundbausteine der Materie. Heute weiß man aber, dass ihre kleinsten Teilchen (die Atome) ihrerseits aus einer Anzahl verschiedener Elementarteilchen bestehen. Nach einer älteren Definition setzen sich die Atome eines Elements aus Elektronen, Protonen und Neutronen zusammen. Streng genommen ist diese Definition jedoch nicht korrekt, denn Protonen und Neutronen sind wiederum aus noch kleineren oder anderen Teilchen aufgebaut, zu denen u. a. auch die Quarks gehören. Nach längeren Kontroversen unter Fachleuten geht man derzeit davon aus, dass die Quarks und die Leptonen, zu denen auch die Elektronen zählen, die Grundbausteine der Materie und damit auch der Elemente sind.

Zurzeit sind die Elemente mit den Ordnungszahlen von 1 bis 116 bekannt. Das Element 118 wurde 2006 entdeckt, jedoch muss dieses Ergebnis noch bestätigt werden. Einige chemische Elemente, wie z. B. die Transurane (ab Ordnungszahl 92), kommen nicht natürlich vor (Ausnahme: Plutonium), sondern werden künstlich, u. a. durch den Beschuss von Atomkernen mit geladenen Teilchen, erzeugt. Diese Versuche führt man in einem Teilchenbeschleuniger durch. Auch bei kernchemischen Prozessen, die beispielsweise in Kernreaktoren (siehe Kernenergie) oder bei Explosionen von Nuklearwaffen ablaufen, können sich Transurane bilden.