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| 1. | Einleitung |
Tracer (to trace: einer Spur folgen), Sammelbezeichnung für Substanzen, die mit der zu untersuchenden Substanz gemischt oder an diese gekoppelt werden, um anschließend beispielsweise die Verteilung der zu untersuchenden Verbindung in einem Rohrsystem zu analysieren. Mit Tracern kann man die Bewegung von großen oder kleinen Mengen an Substanzen verfolgen. Physikalische Tracer sind bei diesem Verfahren z. B. nur durch Adsorption – also durch rein physikalische Vorgänge – an die zu verfolgende Substanz gebunden. Zu den physikalischen Tracern zählt man vor allem so genannte Spürmittel, die z. B. in der Lecksuche, in der Kriminalistik oder im Umweltschutz (Aufspüren von Ölpestverursachern) angewandt werden. Chemische Tracer besitzen ähnliche oder sogar die gleichen chemischen Eigenschaften wie die zu verfolgenden Substanzen. Zu diesem Typ Tracer gehören vor allem markierte Verbindungen, die so genannte Leitisotope oder Isotopenindikatoren enthalten. Bei den Isotopen kann es sich auf der einen Seite um stabile Teilchen (wie z. B. Deuterium, 13C, 15N oder 17O) oder auf der anderen Seite um Radioisotope handeln.
Die so genannte Indikator- oder Tracermethode setzt man z. B. zur Untersuchung von Reaktionsmechanismen ein. Im Falle von radioaktiven Tracern bestimmt man dabei die radioaktive Strahlung der Reaktions- oder Folgeprodukte (siehe Radioaktivität). Zum Nachweis der radioaktiven Strahlung dienen u. a. das Elektroskop, der Szintillationszähler und andere Arten von Teilchendetektoren. Bei Untersuchungen von Tracern stabiler Isotope verwendet man Massenspektrometer. Mit diesen Geräten lassen sich die relativen Mengen an verschiedenen Isotopen bestimmen, die in einer Analysenprobe enthalten sind. Tracer werden für zahlreiche Anwendungen wie z. B. bei chemischen, medizinischen oder technischen Untersuchungen eingesetzt.