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| 6. | Herstellung von Tracern |
Die Verfügbarkeit stabiler Isotopentracer hängt von den Isotopentrennverfahren und ihrer natürlichen Häufigkeit ab. Grundsätzlich können sämtliche Isotopentrennungen mit einem Gerät durchgeführt werden, das auf dem Prinzip des Massenspektrometers basiert. Hierbei werden die Isotope aufgrund ihrer unterschiedlichen Masse mit Hilfe von elektrischen und magnetischen Feldern getrennt. Manche Isotope lassen sich mit dem Gasdiffusionsverfahren (z. B. Uran) oder durch Mehrfachdestillation (z. B. Wasserstoff) trennen. Für die meisten praktisch durchzuführenden Trennungen setzt man auch wiederholte Isotopenaustauschreaktionen ein, um leichte und schwere Isotope voneinander abzuscheiden. Die meisten Isotopenpräparate mit Deuterium, 13C und 15N stellt man auf diese Weise her.
Radioaktive Tracer erhält man u. a. auch durch Neutronenbeschuss des stabilen Elements. Dieses bildet unter Neutronenaufnahme ein schwereres Isotop, welches dann beispielsweise unter Emission von Betateilchen zerfällt. Zur Herstellung von 14C setzt man das nächstschwerere Element (Stickstoff) ein und bombardiert es mit Neutronen. Das aufgenommene Neutron verursacht dann die Abgabe eines Protons, und infolgedessen bildet sich das radioaktive Isotop des Elements mit der nächstniederen Ordnungszahl.
Siehe auch Verfahren zur Altersbestimmung.