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Lolland

Lolland, auch Låland, Ostseeinsel im Südosten Dänemarks, an der südlichen Einfahrt in den Großen Belt.

Lolland ist 58 Kilometer lang, zwischen 16 und 32 Kilometer breit und hat eine Fläche von 1 241 Quadratkilometern. Damit ist Lolland nach Seeland und Fünen die drittgrößte dänische Insel in der Ostsee. Sie erreicht eine maximale Höhe von rund 30 Metern und wird überwiegend von Grundmoräne bedeckt. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 85 000.

Lolland ist durch Brücken über den flachen Guldborg-Sund mit der Insel Falster verbunden. Mit Nykøbing auf Falster, Puttgarden auf Fehmarn, Travemünde, Warnemünde und einigen anderen Küstenorten bestehen Fährverbindungen. Die Inseln Lolland, Falster und Møn und Teile von Seeland bilden die Amtskommune Storstrøm.

Lolland ist überwiegend agrarisch strukturiert. Wichtigste Anbauprodukte sind Zuckerrüben, Getreide (vor allem Gerste und Hafer) und Obst. Demgegenüber ist das produzierende Gewerbe schwach entwickelt. Zu den wenigen Industriebetrieben gehören Zuckerfabriken, wie etwa die in Nakskov an der Westküste. Der Ort hat bis heute seinen mittelalterlichen Grundriss bewahrt und beherbergt einige interessante Gebäude, wie etwa die Sankt-Nikolai-Kirche und die Synagoge. Maribo im Zentrum der Insel besitzt einen Dom aus dem 15. Jahrhundert und ein Freilichtmuseum. Eine besondere Attraktion der Insel ist der Knuthenborg-Safaripark mit einer Vielzahl in Afrika beheimateter Tiere.