| Magen | Artikelansicht | ||||
| Klicken Sie im Menü Datei auf Drucken, um die Informationen zu drucken. | |||||
| 4. | Magenerkrankungen |
Viele Symptome, die man gern einer Magenkrankheit zuschreibt, haben wahrscheinlich psychosomatische Ursachen (siehe Verhaltensmedizin), oder sie gehen auf Erkrankungen des ganzen Körpers oder benachbarter Organe wie Herz, Leber und Nieren zurück. An Störungen des Magens selbst kennt man neben Magengeschwüren und Krebs u. a. Verdauungsstörungen, Magenverstimmung, den Magenkatarrh und Magenverengungen, die z. B. durch die Narben eines verheilten Magengeschwürs entstehen können. Gewöhnliche Magenerkrankungen behandelt man am besten, indem man dem Organ Ruhe gönnt: Man fastet ein oder zwei Tage und beginnt dann mit leichter Kost, von der man allmählich wieder zur normalen Ernährung übergeht.
Lässt die Schleimproduktion im Magen aufgrund einer Krankheit oder durch psychische Ursachen nach, nimmt die Mukosa Schaden, und ein Geschwür entsteht. Wenn nichts unternommen wird, kann das Geschwür schließlich durch die Magenwand brechen, so dass der Mageninhalt in die Bauchhöhle gelangt. Die Folge ist eine Bauchfellentzündung. Ein erhöhtes Risiko, an einer Gastritis zu erkranken, entsteht durch Rauchen und Stress.
Ursache einer Gastritis oder eines Magengeschwürs kann auch das Bakterium Helicobacter pylori sein, das jeder zweite über Vierzigjährige im Magen hat. Dieses spriralförmige Bakterium überlebt die Magensäure und schädigt durch seinen Stoffwechsel die Magenwand. Im British Medical Journal wurde 1997 berichtet, es sei mittlerweile erwiesen, dass Helicobacter pylori Krebs verursache. Auf der Medizinfachmesse Medica in Düsseldorf wurde im selben Jahr ein „Pusteröhrchen” vorgestellt, mit dem sich die Anwesenheit von Helicobacter pylori über die Ammoniak- und Kohlendioxid-Ausscheidungen dieses Bakteriums ermitteln lässt. In Europa sind etwa 10 bis 30 Prozent der Helicobacter-pylori-Stämme gegen das häufig eingesetzte Antibiotikum Metronidazol resistent.