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| 2. | Vorkommen und Eigenschaften |
In der Natur kommt Cobalt z. B. legiert mit Eisen in Meteoriten vor, am häufigsten jedoch in Form von Erzen. Unter den Elementen der Erdkruste steht Cobalt an 30. Stelle. Einige Cobalterze sind Speiscobalt oder Smaltit (CoAs2-3), Cobaltglanz oder Cobaltit (CoAsS) und Cobaltkies oder Linneit (Co3S4). Ebenso können Kupfererze und Magnetkies Cobalt enthalten; ein bedeutender Anteil der Weltproduktion an Cobalt stammt aus Kupfererzen der kongolesischen Provinz Katanga sowie aus dem in Ontario (Kanada) geförderten Magnetkies. In Deutschland findet man das Metall u. a. in geringen Mengen im sächsischen Erzgebirge. Außerdem ist Cobalt ein essentielles Spurenelement im menschlichen Organismus.
Cobalt ist ein korrosionsbeständiges, bei Raumtemperatur wenig formbares und hartes Metall (härter als Eisen). Es schmilzt bei 1 495 °C, siedet bei 2 870 °C und hat eine relative Dichte von 8,9 sowie die Atommasse 58,93 u. Bis zu einer Temperatur von 1 121 °C (Curie-Temperatur) zeigt das Metall ferromagnetische Eigenschaften. Cobalt ist bei Raumtemperatur beständig gegen Wasser und Luft; nichtoxidierende Säuren greifen es nur langsam an. Cobalt löst sich in verdünnter Salpetersäure, wird jedoch von konzentrierter Salpetersäure passiviert, d. h., nach Bildung einer dünnen Schutzschicht reagiert es nicht mehr weiter.