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Mosel

Mosel (französisch Moselle), Fluss in Mitteleuropa, längster linker Nebenfluss des Rheins. Der knapp 550 Kilometer lange Fluss entspringt im südlichen Teil der Vogesen im Nordosten Frankreichs, durchquert Lothringen und strömt anschließend in vorwiegend nördlicher Richtung nach Deutschland. Dort fließt die Mosel in zahlreichen Mäandern durch die Senke zwischen Hunsrück und Eifel und mündet in Koblenz in den Rhein. Dieser Abschnitt des Moseltales zählt zum Weinanbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer, einem der bedeutendsten in Deutschland. Das Landschaftsbild des Unterlaufes wird durch zahlreiche auf den Talhängen gelegene alte Burgen und eine Reihe traditionsreicher Weindörfer geprägt.

Das Einzugsgebiet der Mosel umfasst etwa 29 000 Quadratkilometer. Der größte Teil des Flusses ist für kleine Schiffe befahrbar. Seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts können auch große Schiffe die Mosel zwischen Metz und Koblenz befahren. Da sie eine wichtige Wasserstraße für das lothringische Industriegebiet ist, wurde sie auf dieser Strecke mit 14 Staustufen ausgebaut. Neben dem Weinbau hat auch der Fremdenverkehr große wirtschaftliche Bedeutung.