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Taipeh

Taipeh, auch Taipei, Taibei, Hauptstadt von Taiwan, nahe der Nordküste der Insel am Fluss Tanshui gelegen.

Taipeh ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Wichtigste Produktionsgüter sind Maschinen und Fahrzeuge, Elektrogeräte, chemische Erzeugnisse, Erdölprodukte, Textilien, Nahrungsmittel sowie Holz- und Metallwaren. Die Stadt besitzt gute Straßen- und Eisenbahnverbindungen und lässt sich auch über den Hafen Jilong sowie den 1978 eröffneten internationalen Flughafen in Taoyüan erreichen.

Mit dem 508 Meter bzw. 101 Stockwerke hohen „Taipei 101” wurde 2004 das höchste Gebäude der Welt eingeweiht. Zu den bekanntesten Gebäuden gehört zudem die Chiang Kai-shek Memorial Hall, in deren Obergeschoss eine 16 Meter hohe Statue des einstigen Präsidenten der von ihm selbst ausgerufenen „Republik China” steht. Das Gebäude wurden am 5. April 1980, dem fünften Todestag von Chiang Kai-shek, eröffnet. Weitere Sehenswürdigkeiten sind u. a. die buddhistischen Schreine, das Nationale Geschichtsmuseum und die National Taiwan Science Hall mit ihrem Planetarium. Das Nationale Palastmuseum präsentiert chinesische Kunstschätze vom 2. Jahrtausend v. Chr. bis in die Gegenwart. Taipeh ist Sitz einer Reihe von Universitäten, u. a. der National Taiwan University (1928), sowie mehrerer Fachhochschulen.

Die erste Siedlung an der Stelle des heutigen Taipeh wurde 1720 von chinesischen Einwanderern aus der Provinz Fujian gegründet. Seine moderne Entwicklung begann 1885, als es Tainan als Verwaltungszentrum von Taiwan ablöste. Unter japanischer Herrschaft (1895-1945) dehnte sich das Stadtgebiet aus und wurde umfassend modernisiert. 1950 wurde Taipeh Sitz der vom chinesischen Festland vertriebenen Kuomintang-Regierung. 1967 erhielt die Stadt den Sonderstatus einer selbst verwalteten Provinz.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 2,63 Millionen.