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Luzon, größte und bevölkerungsreichste Insel der Philippinen mit einer Fläche von 104 700 Quadratkilometern.
Luzon ist die nördlichste der großen Inseln des Archipels. Die Küste wird vor allem im Süden durch Landvorsprünge und Buchten stark gegliedert. Die Insel erstreckt sich von Norden nach Süden über etwa 800 Kilometer, die Breite schwankt zwischen mehr als 200 Kilometern im Norden und nur 13 Kilometern im Süden. Die Insel wird von mehreren Gebirgszügen durchzogen, die annähernd parallel von Norden nach Süden verlaufen. Höchster Berg ist der Pulog (2 930 Meter) in der zentralen Gebirgskette (Cordillera Central) im Norden.
Im Südwesten des Nordteiles erstreckt sich die Manilabucht. Nördlich der Bucht breitet sich ein ausgedehntes Tiefland mit fruchtbaren Böden aus, das von den Flüssen Agno und Pampanga durchzogen wird. Diese Region ist die am dichtesten besiedelte von Luzon. Hier konzentriert sich auch die Landwirtschaft mit intensivem Reisanbau in Terrassen (die „Reisschüssel” der Philippinen). Südlich des Tieflandes liegen zwei große Seen, die Laguna de Bay (Lake Bay) und der Taalsee. Im Nordostteil der Insel fließt der Cagayan, der längste Fluss der Philippinen, in einem lang gestreckten Becken über etwa 350 Kilometer nach Norden.
Die Wirtschaft von Luzon ist stark agrarisch geprägt. Neben Reis sind die wichtigsten Anbauprodukte Zuckerrohr, Kaffee, Tabak, Mais, Mangos, Kokosnüsse und Bananen. Außerdem werden hier Bodenschätze abgebaut, vor allem Gold-, Silber-, Eisen-, Kupfer-, Nickel-, Mangan- und Chromerze. Weitere bedeutende Erwerbszweige sind Fischerei, Holzindustrie, Schuhproduktion und Nahrungsmittelverarbeitung. Die größten Städte auf Luzon sind Manila, die Hauptstadt der Philippinen, und das nahe gelegene Quezon City.
Im Dezember 1999 ereignete sich auf Luzon ein Erdbeben der Stärke 6,8 auf der Richterskala. Ende 2004 richtete eine Serie von Taifunen vor allem an der Ostküste schwere Schäden an.
Die Einwohnerzahl der Insel beträgt etwa 30,8 Millionen.