Pflanzengeographie
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Pflanzengeographie
2. Geologie

Frühere Veränderungen der Landmassen und des Klimas hatten großen Einfluss auf die Verbreitung und das Überleben der Pflanzen. Diese drastischsten Veränderungen waren eine Folge der Kontinentaldrift (Plattentektonik). Die Bewegungen der Erdkruste führten dazu, dass große Landmassen voneinander getrennt wurden, zusammenstießen, Gebirge sich aufwölbten und Klimazonen sich verschoben, die sich im Verlauf der Erdgeschichte weiter veränderten. Die jüngste und größte Landverschiebung fand vor rund 200 Millionen Jahren im Trias statt. Damals brach der eine große Kontinent Pangäa in kleinere Landmassen auseinander. Diese geologischen Veränderungen erklären oftmals die mitunter verwirrend erscheinenden Verbreitungsareale vieler Pflanzenarten.

Araukarien, südamerikanische Koniferen, haben beispielsweise sehr große Samen, die im Meerwasser nicht schwimmen und sich nur über kurze Entfernungen ausbreiten können; dennoch kommen sie fossil oder als heute lebende Pflanzen auf allen Kontinenten und einigen Inseln vor, die als Kontinentalfragmente betrachtet werden. Auch andere geologische Ereignisse – etwa die wiederholten Eiszeiten – haben die Pflanzenverbreitung beeinflusst. Während der letzten großen Eiszeit vor rund einer Million Jahre waren umfangreiche Gebiete der Erde von Eis bedeckt, so dass die Pflanzenwelt von den Gipfeln der Berge in tiefer gelegene Zonen und vom Norden in südlichere Breiten zurückgedrängt wurde.