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Ashanti, auch Asante, afrikanische Ethnie aus der Akan-Sprachfamilie, die vorwiegend in der Region Ashanti in Ghana lebt und der heute etwa zwei Millionen Menschen angehören. Vom 17. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts erstreckte sich ihr Reich über ein riesiges Gebiet in Westafrika. Dieses Reich ging wahrscheinlich aus dem Zusammenschluss verschiedener Fürstentümer hervor und kontrollierte den lukrativen Gold- und Elfenbeinhandel mit dem Norden. Im 19. Jahrhundert führten die Ashanti zahlreiche Kriege, ihre Unabhängigkeit endete 1896 mit dem Eindringen der späteren britischen Kolonialmacht.
Der so genannte Goldene Stuhl der Ashanti, ein mit Gold beschlagener Schemel, gilt als Träger der Seele der Nation und symbolisiert damit das Fortbestehen der Kultur der Ashanti. Er gilt als das bedeutendste Insignum des Asantehene, des königlichen Herrschers. Hauptmerkmale der matrilinearen Sozialorganisation der Ashanti sind das sakrale Königstum und gemeinschaftlicher Grundbesitz. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Königinmutter zu. Die religiösen Vorstellungen der Ashanti wurden traditionell von Glauben an einen Schöpfergott bestimmt. Sie praktizierten einen ausgeprägten Ahnenkult.
Die Ashanti haben sich als geschickte Handwerker einen Namen gemacht. Bekannt sind ihre Webarbeiten, Keramik und Goldblech- und Silberschmuck. Neben Menschen- und Tierskulpturen (Gelbgussgewichte) fertigten die Ashanti Holzfiguren, die die Mondgöttin darstellten. Mit der Methode der cire perdue werden Ringe und Ornamente hergestellt. Die meisten Ashanti betreiben Ackerbau und Viehzucht.