Trichinose
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Trichinose
3. Übertragung auf den Menschen

Trichinose zieht man sich meist durch den Verzehr infizierten Schweinefleisches zu. Trotz strengster Gesetze zur Fleischbeschau kann Trichinenbefall bei der Prüfung übersehen werden, da dieser äußerst schwer zu erkennen ist. Trichinenzysten im Schweinefleisch werden durch vollständiges Gefrieren bei -15 °C über einen Zeitraum von 21 Tagen vernichtet oder bei -30 °C für etwa 25 Stunden. Trichinenlarven im Fleisch, die nicht eingekapselt sind, lassen sich durch Erwärmen auf 66 °C abtöten. Normales Pökeln oder Räuchern bieten keinen Schutz.

Nachdem die Larven aus ihren Kapseln befreit sind, verursachen die heranreifenden Trichinen schwere Darmreizungen. Zu den Symptomen einer Infektion zählen Leibschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und wässriger Stuhl. Wenn die Larven in die Blutbahn gelangen, äußert sich dies häufig durch ein aufgedunsenes, angeschwollenes Gesicht, besonders um die Augen, sowie Kopfschmerzen. Es kann sogar zum Delirium kommen. In vielen Fällen wird auch die Herzmuskulatur geschädigt. Das Einnisten der Larven in die Muskeln ist durch Muskelkrämpfe und Gelenkschmerzen gekennzeichnet. Trichinosepatienten erholen sich etwa innerhalb von sechs Monaten, nachdem sich die Larven eingekapselt haben.