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Großer Salzsee

Großer Salzsee, großer Salzwassersee im Norden Utahs in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Der abflusslose See, der etwa 1 280 Meter hoch liegt, ist circa 120 Kilometer lang und 48 bis 80 Kilometer breit. Die Durchschnittstiefe beträgt circa 6 Meter, kann allerdings jahreszeitlich beträchtlich schwanken: So weist der See im Frühling, wenn er die Schmelzwässer der Flüsse aus den Bergen der im Osten gelegenen Wasatchkette aufnimmt, die größte Tiefe auf. Seit den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts hat die Größe des Sees merklich abgenommen. Heute bedeckt er eine Fläche von durchschnittlich 5 200 Quadratkilometern. Mit 6 343 Quadratkilometer erreichte der See 1986 seine größte Fläche, die Wassertiefe erhöhte sich gleichzeitig um 3,35 Meter.

Der Große Salzsee ist ein Rest des pleistozänen Lake Bonneville. Heute fließen der Jordan River von Süden, der Weber River von Osten und der Bear River von Nordosten in den See. Da das Wasser nicht abfließen kann, weist der See einen relativ hohen Salzgehalt auf.

Hauptbestandteil der gelösten Salze ist Natriumchlorid, also Kochsalz, das zu Handelszwecken gewonnen wird. Man schätzt, dass der See mehr als fünf Millionen Tonnen Natriumchlorid in gelöster Form enthält. Trotz des Salzgehalts von maximal 27 Prozent wurden in dem See mehrere Arten von Meereslebewesen gefunden, darunter viele verschiedene Salzwassergarnelen.

Der See wurde erstmals um 1770 von zwei katholischen Priestern, Silvestre Vélez de Escalante und Francisco Atanasio Domínguez, karthographisch erfasst. Einige Pelzhändler reisten später an den See (1824-1825), von denen der Pelztierjäger James Bridger der Erste gewesen sein dürfte, der ihn erreichte. Der See wurde dann zunächst 1830 durch Benjamin Bonneville erforscht, bevor ihn 1843 bis 1845 John Charles Frémont nochmals untersuchte. Im Jahr 1849 wurde das Gebiet erstmals durch eine Gruppe von Pionieren der US-Armee vermessen.