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Mineralien

Mineralien, durch natürliche Vorgänge entstandene Festkörper, die physikalisch und chemisch homogen (einheitlich) sind. In der Mineralogie und der Geologie versteht man unter Mineralien die chemischen Elemente und Verbindungen, die durch anorganische Vorgänge gebildet wurden. Streng genommen sind also Erdöl und Kohle, die durch Zersetzung organischer Stoffe entstanden, keine Mineralien. Man kennt über 3 000 Mineralien; die meisten von ihnen sind gekennzeichnet durch charakteristische chemische Zusammensetzung, Kristallstruktur und physikalische Eigenschaften. Weniger als 40 Mineralien bilden 90 Prozent der Erdkruste – diese bezeichnet man als gesteinsbildende Mineralien. In der Mineralogie werden die Mineralien nach ihrer chemischen Zusammensetzung in neun Klassen eingeteilt. Diese sind der Reihe nach die Elemente (Klasse 1), Sulfide (Klasse 2), Halogenide (Klasse 3), Oxide und Hydroxide (Klasse 4), die Carbonate, Nitrate und Borate (Klasse 5), die Sulfate, Chromate, Molybdate und Wolframate (Klasse 6), die Phosphate, Arsenate und Vanadate (Klasse 7), die Silicate (Klasse 8) und zuletzt die organischen Mineralien (Klasse 9). Wichtige Eigenschaften von Mineralien sind vor allem Kristall-Klasse, Härte und Erscheinungsbild (Farbe, Glanz, Durchsichtigkeit). Metallhaltige Mineralien haben wirtschaftlichen Wert. Diese so genannten Erze werden zur Gewinnung von Metallen abgebaut.