Tempel
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Tempel
3. Ägypten und Mesopotamien

Der antike ägyptische Tempel bestand meist aus einem lang gezogenen ummauerten Bezirk mit mehreren hintereinandergestaffelten Höfen und Vorhallen. Das Zentrum bildete das Allerheiligste mit dem Götterbild. Die Tempel wurden aus großformatigen Steinblöcken errichtet und später von verschiedenen Herrschern mit Erweiterungsbauten versehen, so dass riesige Tempelkomplexe entstanden, wie der Amun-Tempel (um 1570 bis 1070 v. Chr.) in El-Karnak. Auch die Felsklippen, die das Niltal begrenzen, wurden als Standort für Tempel genutzt, wie die Lage des Begräbnistempels der Hatschepsut zeigt, der um 1478 v. Chr. in Deir el-Bahri bei Theben erbaut wurde. Im Alten Reich wurden Grabtempel vor den Pyramiden errichtet (siehe ägyptische Kunst und Architektur).

In Mesopotamien (heute Irak) kannte man die Zikkurat, einen mehrstöckigen Stufenberg, auf dem ein über Freitreppen erreichbarer Tempel errichtet war, den man als Wohnstätte der Götter ansah. In der Nähe von Ur hat sich die Zikkurat des Mondgottes Nanna (um 2100 v. Chr.) erhalten (siehe mesopotamische Kunst und Architektur).