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| 2. | Vorkommen und Eigenschaften |
Natürliches Lithium besteht aus den Isotopen Lithium-7 (92,5 Prozent) und Lithium-6 (7,5 Prozent), daneben sind noch einige künstliche, zum Teil extrem kurzlebige Radioisotope des Elements bekannt. Lithium steht in der Rangliste der Elemente in der Erdkruste an 31. Stelle und ist in der Natur in zahlreichen silicatischen Gesteinen zu finden, vor allem als Begleiter von Natrium und Kalium. Neben dem bereits genannten Petalit sind Spodumen (LiAl[SiO3]2) und Lepidolith ((K,Li){Al2(OH,F)2[AlSi3O10]}) Beispiele für lithiumhaltige Silicate. Ferner kommt Lithium auch in anderen Mineralien, etwa in Phosphaten oder Fluoriden, vor und ist außerdem als Ion (Li+) in Mineralquellen, Salzseen und im Meerwasser anzutreffen.
Lithium ist wie Natrium mit dem Messer schneidbar, aber wesentlich härter als Natrium. An feuchter Luft läuft die silbrig weiße Lithiumoberfläche augenblicklich an und korrodiert, in völlig trockener Luft bleibt das Metall jedoch stabil. Bei extrem tiefen Temperaturen (-273 °C) und Normaldruck (1 013 hPa) zeigt Lithium supraleitende Eigenschaften. Der Schmelzpunkt liegt bei etwa 181 °C, der Siedepunkt bei 1 347 °C und die Atommasse bei 6,941 u. Lithium ist das leichteste Metall: Mit 0,534 Gramm pro Kubikzentimeter hat es die geringste Dichte aller Metalle.
Lithium zählt zu den elektropositivsten Elementen des Periodensystems und ist ein starkes Reduktionsmittel. Es verbrennt in trockener Luft zu Lithiumoxid (Li2O) und setzt sich mit Wasserstoff zu Lithiumhydrid (LiH) um. Mit Wasser reagiert Lithium ähnlich, aber vergleichsweise weniger heftig wie Natrium oder Kalium zum Hydroxid (LiOH):
2Li + 2H2O → 2LiOH + H2.
Mit Halogenen setzt sich Lithium in heftiger Reaktion zu den entsprechenden Halogeniden um (z. B. LiF, LiCl).