Gestein
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2. Der Kreislauf der Gesteine

Gesteine gehen aus geologischen Prozessen hervor. Sie sind daher, neben den in ihnen gefundenen Fossilien, diejenigen Zeugnisse, aus denen die Geologen vergangene geologische Prozesse und Vorgänge rekonstruieren. Durch die gesteinsbildenden Prozesse sind die verschiedenen Gesteine in dem „Kreislauf der Gesteine” miteinander verbunden: In der Erdkruste entstehen durch Aufschmelzungsvorgänge Magmen. Wenn diese im Erdinneren erstarren, bilden sich Plutonite; wenn sie zur Erdoberfläche aufdringen, fließen sie als Laven aus und erstarren zu Vulkaniten. Durch spätere gebirgsbildende Vorgänge (Orogenese) mit Hebungen können auch Plutonite an die Erdoberfläche gelangen. Dort unterliegen die Magmatite der Verwitterung und Erosion. Sie werden transportiert, auf dem Festland oder im Meer abgelagert und bilden nun sedimentäre Lockergesteine. Sie werden dann von jüngeren Sedimenten überdeckt und allmählich versenkt. Durch Versenkung und erhöhten Druck oder durch chemische Prozesse setzt der Vorgang der Diagenese ein, in der die Lockergesteine verfestigt werden. Diese Sedimentite können später, wenn sie durch Hebung an die Erdoberfläche gelangen, wiederum verwittern und durch Umlagerung und Diagenese neue Sedimentgesteine bilden, z. B. ein Konglomerat. Werden Magmatite oder Sedimentite in der Erdkruste versenkt, so steigen in den Gesteinen Temperatur und Druck an. Wenn dabei bestimmte Grenzwerte überschritten werden, bilden sich Metamorphite. Durch Hebungsvorgänge können diese an die Erdoberfläche gelangen. Sie können aber auch aufschmelzen und ein Magma bilden: Der Kreislauf ist geschlossen. Dieser Kreislauf der Gesteine wurde 1785 von James Hutton erstmals erkannt. Angetrieben wird der Kreislauf der Gesteine durch tektonische, insbesondere plattentektonische Prozesse.