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Zentrifuge

Zentrifuge, Trennschleuder, mechanisches Gerät, das Substanzen unterschiedlicher Dichte trennt. Das Funktionsprinzip einer Zentrifuge beruht auf der durch Rotation entstehenden Zentrifugalkraft. Sie kann mehrere tausend Mal so stark sein wie die Gravitationskraft.

Zentrifugen können für die schnelle Trennung von Substanzgemischen verwendet werden, die sich normalerweise unter dem Einfluss der Schwerkraft nur langsam trennen würden. Das Entwässern eines nassen Feststoffes z. B. kann durch Schleudern beschleunigt werden. Zu dieser Art Zentrifugen zählt man auch Wäscheschleudern. Die erste brauchbare Zentrifuge diente der Rahmabtrennung bei Milch. Sie wurde 1883 von dem schwedischen Ingenieur Carl de Laval erfunden. Je nach Trennprinzip unterscheidet man Filtrations-, Sedimentations-, Überlauf-, Becher- und Tellerzentrifugen.

(Zur Trennung von Isotopen, wie z. B. Uranisotopen; für die Abtrennung von Blutzellen aus dem Blut; zur Abtrennung von Zucker, z. B. aus Zuckerrübensaft.)

Je kleiner der Durchmesser einer Zentrifuge ist, desto größer sind die Beschleunigungskräfte, die auf den Inhalt wirken, und desto schneller kann sie rotieren, ohne zu bersten. Zu den am häufigsten verwendeten Modellen zählen Ultrazentrifugen, die sich mit enorm hohen Geschwindigkeiten drehen. Die Ultrazentrifuge wurde um 1920 von dem schwedischen Chemiker Theodor Svedberg entwickelt und im Lauf der Zeit weiter verbessert. Sie kann Umdrehungsgeschwindigkeiten von 100 000 bis 1 Million Umdrehungen pro Sekunde erreichen.