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Betty Friedan

Betty Friedan, geborene Goldstein, (1921-2006), amerikanische Feministin und Schriftstellerin. Ihr Bestseller The Feminine Mystique (1963; Der Weiblichkeitswahn) machte sie zu einer Symbolfigur der amerikanischen Emanzipationsbewegung.

Betty Naomi Friedan wurde am 4. Februar 1921 als Tochter eines jüdischen Juweliers russischer Abstammung in Peoria (Illinois) geboren. Sie studierte Psychologie und Soziologie am Smith College in Massachusetts (Abschluss 1942), wo sie als Redakteurin der Smith Newspaper und Mitbegründerin des Smith Literary Magazins auch erste Erfahrungen mit dem Schreiben sammelte. Nach ihrer Heirat 1947 lebte Friedan in New York, war als Redakteurin einer Arbeiterzeitung tätig und wurde auch selbst politisch aktiv. Ausgehend von ihrer eigenen Unzufriedenheit, beschäftigte sie sich mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft und legte ihre Überlegungen in einem Buch nieder: The Feminine Mystique (1963; Der Weiblichkeitswahn) kritisiert das patriarchalisch geprägte Geschlechterrollenverhältnis in der Gesellschaft der Vereinigten Staaten, insbesondere die Reduktion der Frau auf ihre Rolle als Hausfrau und Mutter. Das millionenfach verkaufte Werk machte sie zu einer Pionierin des amerikanischen Feminismus, die in Persönlichkeiten wie Gloria Steinem und Kate Millett radikale Nachfolgerinnen fand.

1966 gründete Friedan die nationale Frauenorganisation National Organization for Women (NOW), die sich dem Kampf für die Gleichberechtigung der Frau verschrieb, und war bis 1970 deren erste Präsidentin. Darüber hinaus unterstützte sie auch die Gründung des National Women’s Political Caucus im Jahr 1971, den Internationalen Feministischen Kongress 1973 und die First Women’s Bank (1973). Neben ihrem politischen Engagement arbeitete sie als Dozentin und Fellow der akademischen Gemeinschaft und schrieb weiterhin über Frauenthemen. Zu den weiteren Publikationen Friedans zählen It Changed My Life (1976; Das hat mein Leben verändert), ein Tagebuch über ihre Jahre als politische Aktivistin, The Second Stage (1981), in der sie ihre Hinwendung zum Feminismus erörterte, und The Fountain of Age (1993; Mythos Alter), in der sie innovative Ansätze zum Thema Altern formuliert. Betty Friedan starb am 4. Februar 2006 in Washington D.C.