Macao
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Macao
2. Bevölkerung und Wirtschaft

Die Stadt Macao umfasst den größten Teil der Halbinsel. 80 Prozent der Gesamtbevölkerung leben dort. Mit Taipa ist die Halbinsel über eine 3,5 Kilometer lange Brücke, mit Coloane über eine 2,2 Kilometer lange Brücke verbunden. Als Reaktion auf die extreme Landknappheit und den daraus resultierenden Bevölkerungsdruck werden vor allem zwischen den beiden Inseln ständig neue Landgewinnungsprojekte in Angriff genommen.

Mehr als 95 Prozent der Einwohner des Verwaltungsgebiets sind Chinesen, zahlenmäßig stärkste Minderheiten sind Portugiesen und Inder. Die Wirtschaft Macaos wird vom Fremdenverkehr, Handel, der Industrie (vor allem Unterhaltungsbranche) und der Hochseefischerei bestimmt. Hauptanziehungspunkte für Touristen sind die Spielbanken. Macao erwirtschaftet rund die Hälfte seiner Einnahmen aus dem Glücksspiel. Wichtige Produktionsgüter sind u. a. Feuerwerkskörper, Fotoapparate, Schuhe, Textilien und Bekleidung, Leder- und Tabakwaren sowie Plastik- und Spielwaren. Östlich der Insel Taipa wurde 1995 ein internationaler Flughafen eröffnet, der sich auf künstlich aufgeschüttetem Land befindet.

Die Stadt Macao wird von kolonialzeitlicher Architektur geprägt. Vor allem um den dreieckigen, nach dem angrenzenden Senatsgebäude benannten Platz Largo do Senado stehen Bauwerke aus der portugiesischen Zeit. Weitere gut erhaltene Gebäude jener Zeit sind z. B. die Kathedrale, die Kirche Santa Casa da Misericórdia und der Palácio do Governo (Regierungspalast). Die UNESCO erklärte das historische Zentrum der Stadt 2005 zum Weltkulturerbe.