Hurrikan
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Hurrikan
3. Erfassung und Vorhersage

Sehr starken tropischen Wirbelstürmen kann eine Flutwelle folgen. Beides – Hurrikan und Flutwelle – kann verheerende Schäden anrichten. Um das Ausmaß der Schäden in Grenzen zu halten, die Bevölkerung frühzeitig warnen und Sicherheitsvorkehrungen treffen zu können, gilt es, möglichst präzise Vorhersagen über Stärke und Bahn des Hurrikans zu treffen. Seit den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts fliegt man mit Flugzeugen in Hurrikane hinein, um die Windgeschwindigkeiten und -richtungen, die Lage und Größe des Auges sowie die verschiedenen Luftdrücke und thermischen Verhältnisse innerhalb des Sturmes zu bestimmen. Mitte der fünfziger Jahre wurde ein System entwickelt, mit dem man den Weg eines Hurrikans verfolgen kann; das System wurde seither immer wieder verbessert. Radargeräte, seegestützte Aufzeichnungsinstrumente, geosynchrone Wettersatelliten (seit 1966) und weitere Geräte liefern Daten an das National Hurricane Center in Florida, das jeden Sturm praktisch von seiner Entstehung an beobachtet. Mit Hilfe verbesserter Prognosen und Kommunikationssysteme konnte die Zahl der Todesopfer von Hurrikanen stark reduziert werden, die Sachschäden sind jedoch vor allem in Küstengebieten immer noch immens. Zwischen der Stärke des Hurrikans und der thermischen Struktur der Atmosphäre, durch die er sich bewegt, besteht ein direkter Zusammenhang. Temperaturänderungen in den das Auge des Hurrikans umgebenden Stürmen sind demnach wichtige Anzeichen für eine Voraussage der Intensität des Hurrikans.