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Gibbons

Gibbons, mit den Menschenaffen nahe verwandte Arten, die in subäquatorialen Wäldern Indiens, Indochinas und des Malaiischen Archipels leben. Gibbons sind schlanke Affen mit kleinem, rundem Kopf und weichem, wolligem Fell. Am auffälligsten sind die langen Arme, mit deren Hilfe sie sich gewandt von Baum zu Baum schwingen. Die Hände werden dabei eher wie Haken statt zum Greifen eingesetzt. Ein großer Gibbon erreicht aufrechtstehend eine Körperhöhe von 75 bis 90 Zentimetern; seine Arme sind fast doppelt so lang. Gibbons können sich allein auf den Hinterbeinen fortbewegen, wobei sie ihre Arme zum Balancieren hochhalten. Sie leben monogam und paaren sich nur mit einem Partner. Das Weibchen bringt jeweils ein Junges zur Welt bringt. Der Nachwuchs bleibt bei der Familiengruppe, bis er fünf oder sechs Jahre alt ist. Die Tiere fressen Blätter, Früchte, Blütenteile, Insekten, Spinnen, Vögel und Vogeleier. Tagsüber verhalten sie sich zumeist ruhig, doch zum Sonnenaufgang und am späten Nachmittag ertönt für gewöhnlich ihr Geschrei. Es gibt etwa neun Gibbonarten. Der Silbergibbon auf Java ist aschgrau, der Weißhand-Gibbon oder Lar von der Malaiischen Halbinsel ist an seinen weißen Händen und Füßen sowie an seinen melodiösen Rufen erkennbar.

Der Siamang aus Malaysia und Sumatra ist der größte Gibbon. Im Jahr 1979 berichtete der Grant Park Zoo in Atlanta (Georgia, USA) über das vierjährige Weibchen „Siabon” als Kreuzung eines männlichen Silbergibbons und eines weiblichen Siamangs. Das war die erste bekannte Paarung zwischen verschiedenen Primatenarten. Die Populationen frei lebender Gibbons sind durch Jagd und Entwaldung erheblich zurückgegangen.

Systematische Einordnung: Gibbons bilden die Familie Hylobatidae und die Gattung Hylobates. Der Silbergibbon ist klassifiziert als Hylobates moloch, der Weißhand-Gibbon oder Lar als Hylobates lar. Die wissenschaftliche Bezeichnung des Siamangs lautet Hylobates syndactylus.