Ostsee
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Ostsee
7. Umwelt

Durch den starken Eintrag von zum Teil stark mit Schadstoffen angereichertem Flusswasser und den geringen Wasseraustausch mit der Nordsee ist die Umweltbelastung der Ostsee während der letzten Jahrzehnte stark angestiegen. Seit den siebziger Jahren erfolgt eine gezielte Analyse der Wasserqualität. Internationale Expertengruppen legten wiederholt Grenzwerte für die Einleitung von belastetem Wasser fest, um die Wasserverschmutzung der Ostsee zu lindern. Die Maßnahmen zeigten zwar Wirkung, werden aber von Umweltschützern als nicht ausreichend bewertet. Als Folge der zum Teil dramatischen Umweltbelastung ging auch die Zahl der in der Ostsee lebenden Schweinswale erheblich zurück. Untersuchungen an toten Tieren ergaben eine etwa zehnfach höhere Belastung mit Schadstoffen gegenüber im nördlichen Atlantik lebenden Walen.

Am 29. März 2001 ereignete sich etwa 13 Seemeilen nördlich der Halbinsel Darß (Mecklenburg-Vorpommern) eine der größten Umweltkatastrophen in der Ostsee. Beim Zusammenstoß eines Tankers mit einem Frachter gelangten mehrere Tausend Tonnen Öl in das Binnenmeer, wodurch küstennahe Ökosyteme nachhaltig geschädigt wurden. Zur Erhöhung der Schiffssicherheit wurde die Ostsee von der International Maritime Organization (IMO) im Jahr 2004 als „besonders empfindliches Meeresgebiet” ausgewiesen. Dieser Status verpflichtet die Anrainerstaaten zur Ergreifung einer Reihe von Maßnahmen, zu denen z. B. auch die Einführung einer Lotsenpflicht gehört.