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Askese

Askese (von griechisch askesis: Übung), der Verzicht auf weltliche Genüsse mit dem Ziel, eine höhere spirituelle oder intellektuelle Erkenntnis- oder Bewusstseinsebene zu erreichen.

Im antiken Griechenland bezeichnete der Begriff ursprünglich die Vorbereitung von Athleten auf die Kampfspiele, später die Übung der Tugend und den Kampf gegen das Laster. Unter den griechischen Philosophen war die Selbstgenügsamkeit und die Beherrschung der Leidenschaften insbesondere für die Kyniker und die Stoiker ein hohes Ziel. In gewissem Umfang ist die Askese Bestandteil aller Religionen. Zu ihren äußeren Merkmalen gehören häufig der Verzicht auf Nahrung durch Fasten sowie sexuelle Enthaltsamkeit, etwa beim Zölibat. Andere Asketen erdulden physische Schmerzen oder Unannehmlichkeiten, indem sie ihre Körper – z. B. im Sufismus – großer Hitze aussetzen oder sich selbst geißeln wie die mittelalterlichen Flagellanten. Askese schließt oftmals die Abkehr von allem Irdischen zugunsten einem der Meditation gewidmeten Leben ein, wie es das indische Yoga lehrt.

Siehe auch Buddhismus; Hinduismus; Mönchtum