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| 3. | Diadochenreiche |
In der hellenistischen Welt herrschten drei große Dynastien, die von den Nachfolgern Alexanders, den Diadochen, begründet wurden: die Ptolemäische Dynastie in Ägypten, die Seleukiden in Syrien und Asien sowie die Antigoniden in Makedonien. Die städtische Oberschicht dieser Königreiche sprach eine neue allgemeine Form des Griechischen (koiné), die zur neuen Weltsprache wurde, in der alle griechischen Dialekte aufgingen. Griechen, insbesondere Makedonen, bildeten überall in Staat und Wirtschaft eine Elite, die von der unterworfenen Bevölkerung lange als Fremdherrschaft empfunden wurde. Erst spät kam es zu einer ethnischen Vermischung, zu einer rechtlichen Gleichstellung und einer gleichen Besteuerung.
Innerhalb der herrschenden Elite nahm das (absolute) Königtum eine zentrale Rolle ein: Zumindest in der Theorie verfügte der König über das ganze Land als Privateigentum, besaß absolute Macht und herrschte mit Hilfe einer Bürokratie aus besoldeten Berufsbeamten. Vor allem in Asien zeigten sich jedoch starke zentrifugale Tendenzen (Provinzstatthalter, lokale Machthaber). Die Vergottung von Herrschern (Personenkult) sollte ein zusätzliches Band der Loyalität mit dem gemeinen Volk schaffen, das die Last könglicher Prunk- und Machtentfaltung zu tragen hatte. In der Architektur dominieren Monumentalbauten; Städtegründungen erfolgen insbesondere im westlichen Kleinasien, Syrien und Mesopotamien. Zu Kunstzentren entwickeln sich Pergamon, Alexandria und Rhodos.