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Max Planck (1858-1947), deutscher Physiker und Nobelpreisträger sowie Begründer der Quantentheorie.
Planck wurde am 23. April 1858 in Kiel geboren und besuchte die Universitäten München und Berlin. 1885 wurde er als Professor für Physik an die Universität Kiel berufen und übte das gleiche Amt von 1888 bis 1928 an der Berliner Universität aus. 1899 postulierte Planck, dass Energie in kleinen diskreten Einheiten abgestrahlt wird, die er als Quanten bezeichnete. Bei der Weiterentwicklung dieser Theorie fand er eine universelle Naturkonstante, die als Planck’sches Wirkungsquantum bekannt wurde. Ein Jahr später leitete er aus seinen Ergebnissen das Planck’sche Strahlungsgesetz ab. Nach diesem Gesetz ist die Energie elektromagnetischer Strahlung gequantelt. Plancks Entdeckungen hoben aber nicht die Theorie auf, dass sich Strahlung in Wellen ausbreitet. Die heutigen Physiker glauben, dass elektromagnetische Strahlung die Eigenschaften von Wellen und Teilchen in sich vereint (Welle-Teilchen-Dualismus). Plancks Entdeckungen, die später von anderen Wissenschaftlern bestätigt wurden, bildeten die Grundlage für ein völlig neues Gebiet der Physik – die so genannte Quantenmechanik. Siehe Atom
Planck empfing viele Ehrungen für seine Arbeit, darunter 1918 den Nobelpreis für Physik. 1930 wurde Planck zum Präsidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, der führenden Vereinigung deutscher Wissenschaftler, gewählt. Diese wurde später in Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. umbenannt. Als Kritiker des nationalsozialistischen Regimes wurde Planck dazu angehalten, aus der Gesellschaft auszutreten, nahm aber nach dem 2. Weltkrieg sein Amt als Präsident wieder wahr. Darüber hinaus war er 25 Jahre lang einer der vier Sekretäre der Preußischen Akademie der Wissenschaften und Vorsitzender der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, die zu seinem 70. Geburtstag die Max-Planck-Medaille stiftete. Planck starb am 4. Oktober 1947 in Göttingen. Zu seinen Schriften gehören Einführung in die Theoretische Physik (5 Bde., 1916-1933) und Religion und Naturwissenschaft (1938).