Elektrizität
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Elektrizität
1. Einleitung

Elektrizität, Begriff aus der physikalischen Theorie des Elektromagnetismus, die u. a. das Verhalten von Ladungen beschreibt.

Nach dieser Theorie gibt es geladene und ungeladene Materie. Die Ladung setzt sich aus kleinsten Einheiten, nämlich der Ladung eines Elektrons, zusammen. Sie ist unveränderbar und für alle Elektronen gleich. Den experimentellen Nachweis für diese Tatsache lieferte 1909 der amerikanische Physiker Robert Millikan anhand seiner Öltröpfchenexperimente mit einem Schwebekondensator – Millikan erhielt hierfür 1923 den Physiknobelpreis. Die Ladung wird in Coulomb angegeben (siehe unten Geschichte). Die Erklärung für die diskreten Ladungseinheiten liefert die atomistische Theorie der Materie, nach der Materie aus Atomen aufgebaut ist. Die Atome selbst setzen sich aus Atomkernen und den sich darum befindenden Atomhüllen zusammen, in denen sich die Elektronen aufhalten. Die Elektronen sind negativ geladen. Die Atomkerne, selbst aus Neutronen und Protonen bestehend, sind positiv geladen, weil die Ladung des Protons im Vergleich zur Ladung des Elektrons das genau entgegengesetzte Vorzeichen trägt und Neutronen keine Ladung besitzen. Als Ganzes sind Atome ungeladen (neutral), weil die Anzahl von Elektronen und Protonen in ihnen gleich ist. Fehlt einem Atom ein Elektron oder gar mehrere Elektronen, so liegt ein ionisiertes Atom bzw. Ion vor. Eine genauere Erklärung der Verhältnisse ist Gegenstand der Quantenphysik und bisher noch nicht vollendet.