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| 1. | Einleitung |
Bibel (von griechisch tà biblia: die Bücher), Sammelbezeichnung für all jene Texte, die im Schriftenbestand des Alten Testaments (A.T.) und des Neuen Testaments (N. T.) enthalten sind. Als solche bildet die Bibel die zentrale Grundlage bzw. den verbindlichen Offenbarungsbericht des christlichen Glaubens und wird nach einer Erwähnung in Römer 1, 2 in diesem Sinn auch als „Heilige Schrift” bezeichnet.
Das Alte Testament ist in wesentlichen Zügen identisch mit der hebräischen Bibel als Heiliger Schrift des Judentums. Es umfasst 39 Bücher, die überwiegend in hebräischer Sprache abgefasst wurden – einige wenige Teile allerdings sind in Aramäisch abgefasst. Die sehr viel später entstandene protestantische Bibel oder Lutherbibel, benannt nach ihrem Übersetzer Martin Luther, unterscheidet sich von der katholischen Version lediglich geringfügig im Aufbau des Alten Testaments: Während sich die Lutherbibel bei ihrer Fassung des Alten Testaments auf die 39 Bücher der hebräischen Bibelversion beschränkt, enthält die katholische Fassung sieben weitere Bücher und Hinzufügungen. Diese Zusätze werden von der protestantischen Kirche als Apokryphen bezeichnet; innerhalb der katholischen Kirche sind sie als deuterokanonische Bücher in den Kanon aufgenommen. Ähnliches gilt für die Bibel der Ostkirchen, die in diesem Sinn weitgehend mit der katholischen Fassung identisch ist. Einige dieser zusätzlichen Bücher der katholischen bzw. Ostkirche wurden ursprünglich, wie auch das gesamte Neue Testament, in griechischer Sprache verfasst.
Das Neue Testament hat in allen christlichen Kirchen einen identischen Textbestand. Die Einteilung der einzelnen Bücher in Kapitel und Verse hat sich erst relativ spät vollständig durchgesetzt; ihren Anfang nahm sie im 16. Jahrhundert. Siehe auch Exegese; Bibelgesellschaften