Kyoto
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Kyoto
4. Geschichte

Die wenige Jahre zuvor unter dem Namen Heiankyo (siehe Heianzeit) gegründete Stadt wurde 794 kaiserliche Residenzstadt. In der Folgezeit erfolgte der Ausbau nach dem Vorbild der chinesischen Stadt Changan (heute Xian), entsprechend erhielt die Hauptstadt ein rechtwinkliges Straßennetz. Zunächst war Kyoto für rund 500 000 Einwohner konzipiert, doch der Zuzug war unerwartet stark, weshalb umfassende Erweiterungen vorgenommen wurden. Seine Funktion als Hauptstadt Japans behielt Kyoto mit nur kurzen Unterbrechungen bis 1868, als der Sitz der Regierung nach dem Ende der Herrschaft der Schogune nach Tokyo verlegt wurde. Im Unterschied zu anderen japanischen Großstädten erlitt Kyoto im 2. Weltkrieg kaum Schäden. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzte ein Bauboom ein, der das Stadtbild stark veränderte.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 1,39 Millionen Einwohner (2007).