Barcelona
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Barcelona
3. Stadtbild und Kultur

Die zentrale Achse der Stadt Barcelona bilden die Ramblas, eine breite Allee, die sich vom Hafen im Süden bis zum größten und belebtesten Platz der Stadt, der Plaça de Catalunya, erstreckt. Am Südende der Ramblas steht auf der Plaça del Portal de la Pau die 68 Meter hohe Kolumbussäule, ein Wahrzeichen des Hafens. Entlang den Ramblas befinden sich Hauptattraktionen wie Palau Güell, 1889 von Antoni Gaudí errichtet, die palmenbestandene Plaça Real, das weltbekannte Opernhaus Gran Teatre del Liceo (1848; nach einem Brand 1999 wiedereröffnet), der Palau de la Virreina (ehemaliger Palast der Vizekönigin; 1777) sowie der Palau Moja (1790).

Östlich der Ramblas erstreckt sich das alte Barri Gòtic (gotisches Viertel) mit der gotischen Kathedrale (1298-1448), dem Palau Reial Major (14.-18. Jahrhundert) mit der gotischen Kapelle Santa Ágata, dem Palau de la Generalitat (1416; heute Sitz der autonomen Regierung Kataloniens), der Casa de la Ciutat (Rathaus, 14. Jahrhundert) und dem beeindruckenden, im Stil des Modernismo (siehe spanische Kunst und Architektur) erbauten Konzertsaal Palau de la Musica Catalana (1908). Die engen, verwinkelten Straßen des Barri Gòtic führen steil hinauf zum Parc de la Ciutadella mit den Ruinenresten der ehemaligen Zitadelle (1715-1720).

Südlich des Barri Gòtic befindet sich am Alten Hafen der Stadtteil Barceloneta. Das ehemalige Hafenviertel wurde vor den Olympischen Sommerspielen (1992) saniert. Hier befinden sich ein attraktiver Sandstrand mit Palmen und interessante Museen (u. a. das Meeresmuseum). Von Barceloneta führt eine Seilbahn hinauf zum 213 Meter hohen Berg Montjuïc mit dem Kastell (1640) und dem Palau Nacional (Nationalmuseum). Daneben befinden sich die Messe von Barcelona und die prächtige Avenida zur Plaça d’Espanya. Auf dem Montjuïc fand 1929 die Weltausstellung statt. Mies van der Rohes Weltausstellungspavillon wurde inzwischen originalgetreu wieder errichtet. Nördlich der Ramblas und der Plaça de Catalunya schließt das noble Stadtviertel Eixample an. Das ganze Viertel wurde um 1900 im Schachbrettmuster angelegt. Hier befinden sich die schönsten Gebäude des Modernismo, besonders im Quadrat d’Or. Weltberühmt wurde vor allem Antoni Gaudís Casa Mila (1906-1910).

Ein besonders markantes Gebäude der Stadt ist die Sagrada Familia (Heilige Familie), eine gigantische Kathedrale, die seit 1883 nach Gaudís Plänen errichtet wird. Nur die Weihnachtsfassade wurde zu Gaudís Lebzeiten vollendet, mittlerweile sind etwa 40 Prozent der Kathedrale errichtet. In der Krypta befindet sich Gaudís letzte Ruhestätte. Einige Gebäude Antoni Gaudís, wie die Casa Mila, der Palau Güell und der außerhalb des Stadtzentrums gelegene Parc Güell (1900-1914 errichtet, 1922 eröffnet) wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Diese Auszeichnung wurde 1997 auch dem Palau de la Musica Catalana und dem Hospital von Sant Pau verliehen. Ein eindrucksvoller Blick auf die ganze Stadt bietet sich vom nördlich gelegenen Gipfel des Tibidabo (532 Meter).

Weitere Sehenswürdigkeiten sind das königliche Archiv von Aragón, das Archäologische Museum, das Museum für Antike Kunst und das Museum für Moderne Kunst. Die katalanische Metropole ist Sitz der Universität von Barcelona (1450) und der Autonomen Universität von Barcelona (1968).