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| 3. | Auswirkungen |
Eine Währungsabwertung wirkt sich in erster Linie auf die Handelsbilanz eines Landes aus, die sich aus der Differenz zwischem dem Wert seiner Exporte und Importe ergibt. Die Abwertung senkt den Wert der Landeswährung gegenüber anderen Währungen. Daher muss ein Land nach einer Abwertung mehr von seiner eigenen Währung abgeben, um einen bestimmten Betrag an Fremdwährung zu erhalten. Der Preis für Importe steigt, wodurch wiederum die einheimischen Produkte für die inländischen Verbraucher attraktiver werden. Da man für den Kauf einer bestimmten Menge an abgewerteter Währung weniger Fremdwährung zahlen muss, sinken die Preise für die Ausfuhrgüter des Landes.
Je nachdem, wie Verbraucher oder Hersteller auf die Preisveränderungen reagieren (man nennt die Auswirkungen Elastizität von Angebot und Nachfrage), soll eine wirksame Abwertung eigentlich die Einfuhren eines Landes senken und die Weltnachfrage nach seinen Ausfuhrgütern erhöhen. Verbessert sich die Handelsbilanz eines Landes, so fließt mehr Auslandswährung ins Land. Dadurch wird wiederum die Zahlungsbilanz des Landes gestärkt.
Der Gesamteffekt einer Währungsabwertung hängt von der tatsächlichen Elastizität von Angebot und Nachfrage der gehandelten Güter ab. Die Robinson-Bedingung besagt, dass die normale Anpassung der Zahlungsbilanz um so stärker ausfällt, je kleiner die Angebotselastizität im Export und je größer die Nachfrageelastizität im Import ist. Je weniger elastisch die Nachfrage, desto größer wird die nötige Abwertung zur Behebung eines bestehenden Ungleichgewichts sein.
Die Währungsabwertung wird oft als inflationäre Währungspolitik kritisiert, da sie die Inlandspreise für Exporte und Importe erhöht. Die der Inflation zugrunde liegende Ursache ist jedoch nicht die Abwertung, sondern eher eine übermäßige Gelderzeugung. Dennoch ist die Währungsabwertung eine unbeliebte Maßnahme, besonders in kleinen Ländern, die äußerst abhängig sind von der Einfuhr von Lebensmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs.