| Iran | Artikelansicht | ||||
| Klicken Sie im Menü Datei auf Drucken, um die Informationen zu drucken. | |||||
| 2. | Land |
Der Iran liegt in einer tektonisch aktiven Zone und wurde häufig von schweren Erdbeben heimgesucht, die große Schäden anrichteten.
| 1. | Physische Geographie |
Das Land wird überwiegend von Gebirge und Hochland eingenommen. Im Zentrum erhebt sich das Iranische Hochland mit einer mittleren Höhe von 1 220 Metern. Es wird von hohen Randgebirgen umschlossen; sie sind Teile des vorderasiatischen Gebirgssystems. Im Norden erstreckt sich parallel zum Südufer des Kaspischen Meeres das Elbursgebirge. Hier befindet sich auch der höchste Berg des Iran, der Demawend (5 610 Meter). Am westlichen Rand des Iranischen Hochlandes verläuft das Zagrosgebirge, das sich im Südosten bis zum Persischen Golf erstreckt. Im Osten des Hochlandes liegen Gebirge mit niedrigeren Erhebungen.
Das Iranische Hochland gliedert sich in mehrere Becken, die von ausgedehnten Wüsten eingenommen werden. Die Wüste Dasht-e Lut ist hauptsächlich mit Sand und Felsen bedeckt, während es sich bei der Dasht-e Kawir überwiegend um eine Salzwüste handelt. Beide Wüsten sind extrem trocken.
Die Tieflandregion am Kaspischen Meer und der iranische Anteil an der mesopotamischen Ebene im Südwesten des Landes sind wirtschaftlich von großer Bedeutung.
| 2. | Flüsse und Seen |
Die meisten Flüsse, die von den Gebirgen in das Landesinnere fließen, führen nur nach Niederschlägen Wasser. Die wichtigsten ganzjährig wasserführenden Flüsse entspringen an den Berghängen am Kaspischen Meer, am Persischen Golf und am Golf von Oman. Der Karun ist der längste Fluss des Landes; er entspringt im Zagrosgebirge und mündet bei Khorramschahr in den Schatt el Arab. Neben dem Kaspischen Meer gibt es im Iran auch einige große Seen. Im Sommer verkleinert sich ihre Fläche meist; aufgrund der hohen Verdunstung kommt es dann zu verstärkter Auskristallisation von Salzen. Der größte Binnensee ist der stark salzhaltige Urmiasee im Nordwesten des Landes.
| 3. | Klima |
Der Iran lässt sich in drei Klimazonen einteilen: die extrem heiße Küstenregion entlang des Persischen Golfs und des Golfs von Oman, die trockene Zone des Iranischen Hochlandes und die zum Teil extrem kalten Hochgebirge. Die durchschnittlichen Temperaturen der Monate Januar und Juli liegen in der im Norden des Landes gelegenen Hauptstadt Teheran bei 2,2 bzw. 29,4 °C, in Ābādān im mesopotamischen Tiefland betragen sie 12,2 bzw. 36,1 °C. In den Wüsten des Landesinneren können im Sommer Extremwerte von 50 °C überschritten werden.
Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt in Teheran 246 Millimeter und in Ābādān 204 Millimeter. Niederschlagsreichstes Gebiet im Iran ist die Tieflandregion am Kaspischen Meer. Sie verzeichnet Jahresniederschläge zwischen 1 000 und 2 000 Millimetern.
| 4. | Flora und Fauna |
Nur 6,7 Prozent (2005) der gesamten Landesfläche des Iran sind bewaldet. Aufgrund der Niederschlagsverteilung sind Wüsten und Halbwüsten vorherrschend. In ariden Bereichen der Hochebenen dominieren Sträucher und Kakteen, in semiariden Regionen gibt es Grasland, das als Viehweide genutzt wird. Das Zagrosgebirge ist teilweise von Wald bedeckt. Verbreitete Baumarten sind Eichen, Ulmen, Pistazien und Walnussbäume. An den Hängen auf der Seeseite des Elbursgebirges und in der Küstenebene am Kaspischen Meer wächst üppige Vegetation mit Laubbäumen wie Eschen, Ulmen, Eichen und Buchen.
Im Iran leben die Großraubtiere Tiger, Leopard, Braunbär, Wolf, Goldschakal und Streifenhyäne; kleinere Raubtiere sind Rotfuchs, Dachs, Honigdachs, Fischotter sowie Stein- und Baummarder. Zur Paarhuferfauna gehören Damhirsch, Rothirsch und Reh; weitere bemerkenswerte Säuger sind Bezoarziegen und Weißschwanz-Stachelschweine. Die Greifvogelfauna ist u. a. durch Adler (Fisch-, Kaiser-, Habichts-, Zwerg- und Schlangenadler) und Geier (Mönchs-, Schmutz- und Gänsegeier) repräsentiert. Pelikane, Flamingos und Löffler brüten an der Küste des Persischen Golfes. Im Kaspischen Meer leben die durch Überfischung gravierend im Bestand zurückgegangenen Störe.