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| 4. | Zweite und dritte Fahrt |
In den folgenden beiden Jahren entsandte der König weitere Expeditionen nach Indien: 1500 unter dem Kommando von Pedro Álvares Cabral, der dabei Brasilien entdeckte, 1501 unter João da Nova. Die vierte portugiesische Indienfahrt 1502 befehligte wieder da Gama. Sie war eine reine Eroberungsfahrt, bei der die Handelsinteressen Portugals mit Gewalt durchgesetzt werden sollten. Die schwer bewaffnete portugiesische Flotte brach den Widerstand indischer und arabischer Schiffe und verschaffte sich gewaltsam Zugang zum Hafen von Calicut. Da Gama gelang es, durch den Ausbau portugiesischer Handelsniederlassungen in Cannanore und Cochin Portugals Stellung an der indischen Malabarküste zu festigen. 1503 errichteten die Portugiesen in Cochin mit Fort Emanuel die erste europäische Festung in Indien.
Nach seiner Rückkehr nach Portugal 1503 wurde da Gama zum Grafen von Vidigueira erhoben. 1505 sandte der König eine weitere militärische Expedition unter Francisco de Almeida nach Asien. Sie dehnte Portugals Macht erfolgreich weiter nach Osten aus. Zur Bekämpfung von Korruption und Misswirtschaft in den indischen Handelsniederlassungen wurde Vasco da Gama ein drittes Mal nach Indien geschickt. Am 5. April 1524 verließ er Lissabon, versehen mit dem Titel „Vizekönig von Indien”. In Indien leitete er eine vollständige Neuorganisation der Zivilverwaltung und der Militärstruktur ein. Drei Monate nach seiner Ankunft starb Vasco da Gama am 24. Dezember 1524 in Cochin.